Hallo Taxi am 11. Oktober

Hallo Taxi: in manchen Ländern wie bei uns ein Luxus. In anderen eine Alltäglichkeit, in Mexiko zum Beispiel, wo ganz viele VW-Käfer als Taxis fahren. In Algerien, Marokko, Tunesien, wo ganze Großfamilien in ein Mercedes-Taxi passen inklusive Mehlsäcke und Hühner vom Markt. Wir entkommen mit dem Taxi 205 gar zweimal einer Terroristen-Falle. Josef Šnobl, in Prag geboren, Literat und Fotograf, fuhr fünfundzwanzig Jahre lang in Köln Taxi. Daraus wurde ein Bildband mit Texten unter dem Titel „Nachtfahrt“. Šnobl erzählt von traurigen, betrunkenen, lustigen und nervenden Fahrgästen; von der Philosphie des aktiven Wartens; vom Eingrooven auf die Schicht; von Hunden, die ihre weggetretenen Herrchen hüten, von einer freundlichen Gans und einem eloquenten Kakadu. Seine Kollegin Priya Guns hat einen knallharten Roman über ihren Alltag als schwarze Taxifahrerin in einer amerikanischen Großstadt geschrieben. Kinder und alte Damen sind ihre Schreckgespenster. Karen Duve begleitet Alex auf ihren Taxifahrten in Hamburg durch Situationen, die nicht gewaltfrei bleiben. Und Theres Essmann fährt mit Federico Temperini im Taxi, um seiner gescheiterten Karriere als Teufelsgeiger nachzuträumen. Und dann setzt sich auch noch Kabarettist und Autor Rolf Breuer an den Volant. Eine Einladung zu einer literarischen Fahrt mit sonderbaren Gästen zu seltsamen Zielen.

Wie immer in der Ludwigsburger Straße 20, 71642 Ludwigsburg, um 16 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erbeten: vorlesescheune@posteo.de

Bild Frieder Meissner

Das war „Moment mal -Uhren und ihre Geschichten“ am 20. September. Im Kreativteam Susanne Sterzenbach, Rolf Breuer, Manuella Neumann, Christel Schmid, Peter Vogel und Peter Schmid.

Bilder von Frieder Meissner

Peter erzählte von seiner Faszination für Uhren, die schon mit 16 Jahren begann.

Foto Peter Vogel

Nach Texten über die Uhrmacherin Lotti und Uhrmacher als Magier und Automatenbauer setzten Autor und Kabarettist Rolf Breuer und die Sängerin Manuella Neumann glänzende Höhepunkte. Mit Gedanken zur Stoppuhr und einer Arie der Automatenpuppe Olympia aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach.https://rolf-breuer.de ,https://www.belphonie.de

Foto Peter Vogel

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