Literarische Taschenspielereien mit Taschentausch-Börse am 17. August

Wie immer am Sonntag um 16 Uhr, in der Ludwigsburger Straße 20, 71642 LB-Hoheneck, mit der Bitte um Voranmeldung an: vorlesescheune@posteo.de, Eintritt frei

Jede Handtasche trägt ein Rätsel oder Geheimnis in sich: zu klein, zu groß, zu schwer. Außerdem Botschaften verbotener Liebschaften, Quittungen von zu teuren Schuhen. Pillen gegen verheimlichte Krankheiten. Zeugen verborgener Süchte. Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller hat einen ganzen Band mit Erzählungen über die Handtasche herausgegeben. Darüber steht der Satz: „Jede Handtasche kann zum Monstrum werden.“ Zum Beispiel wenn das Krokoleder sich in das Reptil zurückverwandelt. Makaber geht es auch bei Elke Heidenreich zu, wenn sie von der Tasche im letzten Hemd erzählt. Unverzichtbar sind Taschen jeder Art für kleine und große Raubzüge. So übt sich Thomas Manns Hochstapler Felix Krull im Stibitzen von Pralinen, die er in die Manteltasche steckt.Es gibt weltberühmte Figuren mit zaubervollen Taschen: Mary Poppins, Alice im Wunderland, Pippi Langstrumpf. Oder Jane Birkin. Nicht zu vergessen die armen Verwandten der Taschen, alias Tüten, die aber selbst ein Luxus- Eigenleben führen können. Eine ganz eigene Tütenvariation hat Autor und Kabarettist Rolf Breuer im Angebot.

Nach all diesen literarischen Taschenspielereien, laden wir Sie diesmal zu einer Taschentausch-Börse ein. Bringen Sie einfach Ihre abgelegten Taschen mit und nehmen Sie sich eine andere.

das war: Arktis – Zerbrechliche Schönheit, Fotografien von Peter Vogel und Literatur am 20. Juli

Vernissage mit Fotografien von Peter Vogel aus Grönland, Susanne Sterzenbach und Sylvia Kern lesen arktische Literatur
Peter Vogel möchte mit seinen Bildern zum Bewahren der zerbrechlichen Schönheit beitragen und erzählt von der Kunst der richtigen Linie beim Fotografieren der Eisberge (Foto: Thea Schöllhorn)
Rolf Breuer, Autor und Kabarettist, widmet der Vernissage eine Eisberg-Ballade
Christel Schmid aus dem Literatur-Team berichtet von ihrer Grönlandreise. „Die schiere Stille, der pure Gegensatz zum Großraum Stuttgart.“

Und ein aktueller Termin: Am 13. August um 10.30 wieder Literatur am Vormittag in der Stadtbibliothek Ludwigsburg, https:/www.stabi.ludwigsburg.de

Eisberg-Kunst am 20. Juli

Wie immer Sonntag um 16 Uhr in der Ludwigsburger Straße 20, 71642 LB-Hoheneck, mit der Bitte um Anmeldung an: vorlesescheune@posteo.de

Eisberge: Giganten von berührender Schönheit und beängstigender Vergänglichkeit. Der Fotograf Peter Vogel, Mitbegründer der VorleseScheune für Erwachsene, hat sie in seinen Bildern festgehalten. „Um allen zu zeigen, was wir verlieren.“ Bei der Vernissage seiner Ausstellung wird er von seinen Grönlandreisen erzählen, vom Staunen und vom Warten auf den richtigen Augenblick. Von der Hoffnung, dass wir uns verzaubern lassen und doch noch etwas tun wollen und können, um diese grandiose Natur zu bewahren. Dazu haben wir wieder im Team mit Christel Schmid, ebenfalls Grönlandreisende, die literarische Begleitung gestaltet. Die Inuit beschwören in einem ihrer ältesten Märchen die „Mutter des Meeres“ und die Gefahren durch gierige Menschen. Wir begleiten Arktisforscher und ihre Frauen in die Eiswüste und erzählen von der großen Liebe im und zum ewigen Eis. Frauen verschiedener Generationen schreiben vom Polarwinter und wie sie ihm getrotzt haben. Und die preisgekrönte grönländische Schriftstellerin Niviaq Korneliussen führt uns durch „Das Tal der Blumen“. Extra zur Vernissage hat Autor und Kabarettist Rolf Breuer dem Eisberg eigens ein Poem gewidmet.

Und das war „Verteidigung des Mittagsschlafs am 29. Juni 25

Feinsinnig, humorvoll und philosophisch verzauberte der Schriftsteller Ben Rakidžija die Gäste mit seiner Poesie der Siesta und wusste Antwort auf viele Fragen von Mittagsschlaf-Fans und solchen, die es werden wollen. Sein Buch heißt „Verteidigung des Mittagsschlafs“, erschienen im Verlag Köngishausen und Neumann.

Poesie der Siesta am 29. Juni

Wie immer Sonntag um 16 Uhr in der Ludwigsburger Straße 20, 71642 LB-Hoheneck, mit der Bitte um Anmeldung an: vorlesescheune@posteo.de

Ben Rakidžija ist in Neckarweihingen geboren, ein deutsch-kroatischer Ludwigsburger. Inzwischen weit gereist. Er hat das Literatur-Festival Lit.EU in Kroatien gegründet. Der Schriftsteller Ben Rakidžija begrüßt Sie in der VorleseScheune mit der ´Verteidigung des Mittagsschlafs`: Eine kleine Poesie des Schlafens, ein philosophisches Essay des Träumens, eingebunden in eine Verteidigungsrede aus dem fiktiven Land Tasmunien.  „Bereichernd für Herz und Geist“, beschreibt er selbst seinen Text.“ Literaturkritiker Denis Scheck lobt: „Alles andere als ermüdend, sondern hellwach und überaus ausgeschlafen, denkt Ben Rakidžija in diesem Buch über die Siesta nach.“  Ein ausgeruhter unterhaltsamer Nachmittag mit Lesung und Gespräch bei Scheunenkuchen und Kaffee.

Und das war „Magisches Mexiko“ am 18. Mai 2025

Es war wirklich magisch. Mit Literatur, Kabarett, Musik und Puppentheater zum faszinierenden bunten Mexiko. „So viel Lebensfreude und positive Energie“, freute sich ein Gast. „So viel schöne Sprache und Freude am Tun“, ein anderer. Wir danken unserem fantastischen Publikum für das Vertrauen und die gute Laune, die uns immer wieder anspornen.

Rolf Breuer, Kabarettist und Autor und Susanne Sterzenbach von der VorleseScheune

Mexikanische Magie

Wie immer in der Ludwigsburger Straße 20, 71642 Ludwigsburg, Eintritt frei, Anmeldung erbeten an vorlesescheune@posteo.de

Frida Kahlo ist das Gesicht Mexikos, keine Frage. Doch ihre Wurzeln liegen in Pforzheim. Daher stammte ihr Vater, der Fotograf Carl Wilhelm „Guillermo“ Kahlo. Die Familiengeschichte ist schon ein ganzer Roman. Frida hat nicht nur gemalt, sondern auch viel geschrieben. Berühmt sind ihre Liebesbriefe und ihre Rezepte. Sie selbst wurde beim kubanischen Krimi-Star Leonardo Padura zur Romanfigur. Die gewaltigen, farbenreichen Erzählungen aus den Mythen der Maya und Azteken bilden heute noch die Basis der Kultur des Landes. Die entdeckten später auch deutsche Flüchtlinge wie Anna Seghers in ihrem Roman über „Das wirkliche Blau“. Aus Mexiko stammen Tomaten und Paprika – was wäre uns ohne diese Schätze alles entgangen. Von Ketschup bis Chili con Carne. Starke Frauen sind das Symbol Mexikos, nicht erst in unseren Zeiten, in denen sie nach Verschwundenen suchen und gegen Frauenmorde kämpfen. Angeles Mastretta hat ihnen  mit ihren Erzählungen ein Denkmal gesetzt, den „Frauen mit großen Augen“. Eine literarische Reise durch ein Land voller Farben und Magie.

Und das war „Von Neckarperlen und Donauwellen – eine literarische Flusskreuzfahrt“ zum Start in unsere 7. Saison am 12. April 2025

Susanne Sterzenbach und Kabarettist/Autor Rolf Breuer vor vollem Haus

„Das Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad mit Rolf Breuer und Sylvia Kern und Kerstin Münch als sächsischer Fluss.

Literarische Flusskreuzfahrt am 12.04. um 16 Uhr zum Frühlingsfest in Hoheneck

Literatur trifft Natur

Samstag, 12. April um 16 Uhr. In der Ludwigsburger Straße 20, LB-Hoheneck. Anmeldung erbeten: vorlesescheune@posteo.de, Eintritt frei. Warme Kleidung empfohlen.

Bald gras ich am Neckar, bald gras ich am Rhein. An der schönen blauen Donau. Der Vater Rhein – Flüsse ziehen sich durch Musik und Literatur. Goethe, Victor Hugo, Clemens Brentano, Heinrich Heine, Heinrich Böll sind nur ein paar der berühmtesten Rhein-Schriftsteller. Doch der Neckar ist das wahre Gewässer der Geistesgrößen: Schiller, Hegel, Hölderlin, Mörike, Kerner, Uhland, Hilde Domin, Hermann Lenz – kaum eine andere Region hat so viel Einfluss auf die literarische Entwicklung Deutschlands gehabt. Aber damit nicht genug. Jeder Fluss öffnet Kulturräume voller Geschichten. Ein Nilpferd erzählt, wie sehr es von den alten Ägyptern geschätzt wurde. Ein altes Märchen berichtet, wie der Amazonas entstand. Die Schriftstellerin Elif Shafak lässt in ihrem Roman „Am Himmel die Flüsse“ das uralte Mesopotamien mit Euphrat und Tigris lebendig werden. Joseph Conrad lässt seinen Marlow aufbrechen von der Themse an den Kongo in das „Herz der Finsternis“. Und vor allem lassen wir die Flüsse selbst zu Wort kommen. Sie erzählen, wie es ihnen heute geht: begradigt, kanalisiert, verschmutzt oder gerettet. Kommen Sie an Bord zu einer literarischen Fluss-Kreuzfahrt. Autor und Kabarettist Rolf Breuer ist auch wieder dabei mit seinem ganz eigenen Geschichten-Fluss.

2025: Machen wir das Beste daraus

Noch hat uns der Winter fest im Griff und die VorleseScheune ist wegen Kälte geschlossen. Aber durch unsere Programm-Planung weht schon ein Hauch von Frühling. Eine Idee nach der anderen wurde an die Timeline geklammert. Alle Termine stehen – soweit bekannt – unter dem Link Terminkalender 25.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Saison-Eröffnung am 12. April zum Frühlingsfest in LB-Hoheneck am Neckar

Wir 
wollen
glauben an
ein langes Jahr
das uns gegeben ist,neu,unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, voll
Aufgabe, Anspruch und Zumutung.
wir wollen sehen, dass wir's nehmen
lernen,
ohne all zuviel fallen zu lassen von dem,
was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Grosses
von ihm verlangen.
(Rainer Maria Rilke)

FROHE FEIERTAGE

Krippe aus Grönland: Copyright Peter Vogel

AKTUELLER TERMIN: VORWEIHNACHTSBACKTAG MIT GESCHICHTEN FÜR KINDER AM FEUER, KRONE ALT-HOHENECK, 23. DEZEMBER UM 16.30 UHRhttps://www.krone-alt-hoheneck.de

UND JEDEN ADVENTSSONNTAG ZAUBERHAFTE GESCHICHTEN AUS ANTON KURZ SPIELWARENWELT https://www.leselounge-ev.

Und hier lesen Daniela, Mike und Susanne die letzte Geschichte „Weihnachten bei Anton Kurz“, ins Bild gesetzt von Peter

DAS WAR IN DER KRONE ALT-HOHENECK: LAMETTA AUFS OHR

Lametta aufs Ohr – Adventsgeschichten für Erwachsene und Kinder

In der Krone Alt-Hoheneck starten wir: https://www.krone-alt-hoheneck.de

VorleseScheuen und LeseLounge- längst ein fester Begriff in Ludwigsburg. Zusammen haben wir wieder ein vielfältiges Programm für große und kleine Menschen erdacht, geschrieben, entdeckt und jetzt lesen wir es vor – mit verteilten Rollen.

Und an jedem Adventssonntag unsere neuen Stories online

https://www.leselounge-ev.de

Vom Wandel hinter Gittern – „Gehen-Ging-Gegangen“ am 12. Oktober 2024

Augenblicke des Wandels im Ludwigsburger Literaturfestival WortWelten: Der Gefängnis-Seelsorger Harald Prießnitz erzählte von seiner Arbeit mit Häftlingen auf dem Hohenasperg. Davon, wie wichtig ein Freiraum für Gespräche ist, wenn man sich verändern soll und will, aber kaum noch Kontakt mit der Welt draußen hat. Einblicke in eine fremde geschlossene Welt, die doch so viel mit dem Menschlich-Allzumenschlichen zu tun hat. Dazwischen gab es literarische Wandlungen mit Jenny Erpenbeck, Edgar Selge, Hape Kerkeling, Gusel Jachina und Christiane F.

Wir danken unserem Publikum

Hiermit endete eine äußerst gut besuchte Saison in der VorleseScheune. Bis zum neuen Start im April sind wir aber nicht im Winterschlaf. Termine für unsere Gastauftritte im Advent folgen sehr bald. Und im Dezember stellen wir die Termine für das Jahr 2025 vor.